Donnerstag, 23. August 2019

Die schönsten Rituale
für eure freie Trauung

"Wow ich wusste gar nicht, dass es soooo viele Rituale gibt!“

Das waren die Worte eines Bräutigams beim Planungsgespräch. Natürlich möchte ich euch die gängigsten Rituale nicht vorenthalten. Hier die gängigsten und schönsten Rituale für eine traumhafte freie Trauung.

Wisst ihr was noch toll ist? Bei den Gesprächen mit den Brautpaaren, kommen immer neue und ganz individuelle Ideen dazu. Also seid offen, seid frei, seid kreativ und träumt von eurer perfekten freien Trauung. Meine Brautpaare dürfen Wunschkonzert spielen, damit ich für sie eine ganz persönliche Zeremonie zaubern kann. Ob romantisch, lustig, verrückt oder ausgefallen ich bin dabei ;o). Rituale lassen sich auch sehr gut kombinieren.

Das Familien-Puzzle

Durch die Hochzeit fügen sich zwei neue Familie zusammen. Gebt euren wichtigsten Familienmitglieder jeweils ein Puzzlestück. Jeder setzt sein Teilchen und dann entsteht euer Familienbild. Dieses könnt ihr euch in eurem zu Hause aufhängen. So erinnert ihr euch immer an euren schönen Tag und das aus zwei Familien nun eine grosse Familie geworden ist.

Traukerze / Feuerkorb / Feuerschale

Das Brautpaar entzündet die Traukerze, den Feuerkorb oder die Feuerschale selbst oder die Mütter überreichen ihren Kindern kleine Anzündkerzen als Symbol dafür, dass die Liebe, die beide in ihren Familien erlebt haben, in die neu entstehende eigene Familie weitergegeben wird.

Der Schutzkreis

Die Gäste bilden in einem besonders wichtigen Moment der Zeremonie einen Kreis um das Brautpaar, um zu verdeutlichen, dass es Teil einer Gemeinschaft ist und als Ehepaar von Familie und Freunden beschützt wird.

Hochzeitsschatzkiste

In einer Schatzkiste oder einem Koffer können Dinge der Zeremonie als Andenken aufbewahrt werden, die nicht in ein Album passen, wie Kerze oder Brautbecher, die Gelübde des Brautpaares oder ein Teil der Dekoration.

Sandzeremonie

Braut und Bräutigam füllen verschiedenfarbigen Sand in ein größeres Glas, um zu verdeutlichen, dass ihre Lebenswege nun untrennbar miteinander verbunden sind, aber jeder seine eigene Farbe behält.

Brautbecher

Das Einschenken des Bechers ist Aufgabe des Brautvaters: Einer Sage zufolge wollte ein Vater seine Tochter nur verheiraten, wenn der Bräutigam einen Becher schmiedet, aus dem beide gleichzeitig trinken können. Der Bewerber schaffte es und die Ehe wurde besonders glücklich.

Das Hochzeitsbrot

In das klassische Hochzeitsbrot aus Hefeteig wird ein Geldstück eingebacken. Der Anschnitt soll für Kindersegen sowie genügend Brot, also Geld, sorgen und wird daher aufbewahrt. Außerdem symbolisiert das Brot die erste gemeinsame Mahlzeit als Ehepaar.

Schwiegerelternbrot

Die Eltern teilen sich ein Stück Brot mit dem jeweiligen neuen Schwiegerkind, um es in der neuen Familie willkommen zu heißen. Eine schöne Idee, denn: Die Schwiegereltern heiratet man mit!

Ein Bäumchen pflanzen

Welchen Baum man pflanzen möchte, hängt von der gewünschten Symbolik ab: Äpfel stehen für Freundschaft, Oliven für Kindersegen, Haselnüsse für Ehrlichkeit. Ein Ginkgobaum steht symbolisch für die Ewigkeit.

Feuerritual

Stimmungsvoll ist eine Feuerschale, in der die Gelübde und guten Wünsche der Familien verbrannt werden. In Japan glaubt man, dass sich durch den Rauch die sichtbare und unsichtbare Welt miteinander verbinden und Wünsche in Erfüllung gehen.

Gedenkmoment für Verstorbene und Abwesende

Dezente Möglichkeiten, der Lieben zu gedenken, die am großen Tag nicht dabei sein können, sind zum Beispiel eine einzelne dunkle Blume im Brautstrauß oder ein Foto in einem Medaillon, das in den Strauß eingearbeitet oder auf den Unterrock genäht wird.

Handfasting

Bei diesem keltischen Brauch werden die Hände von Braut und Bräutigam mit einem Tuch verbunden. Etwas Ähnliches, aber mit anderer Bedeutung, gibt es in der türkischen Kultur. Wird ein Faden, der die Hände verbindet, durchgeschnitten, gilt das Paar als verheiratet.

Gelübde

Paare, die den großen Auftritt lieben, tragen ein gemeinsam verfasstes Ehegelübde vor. Wer es diskret mag, schreibt das Gelübde in einem Traubrief auf, liest das Versprechen des Partners in aller Stille und bewahrt es in einer Schatzkiste als Rücklage für schlechtere Tage auf.

Hochzeitsglöckchen

Steht der große Kuss-Moment des Brautpaares an, läuten alle Gäste mit kleinen Glöckchen, den sogenannten Wedding Bells, das Glück herbei und einen neuen Lebensabschnitt ein. Es entsteht ein zarter, poetischer Klang mit Gänsehaut-Potenzial.

Jumping the broom

Man schmückt einen Reisigbesen in den Farben der Hochzeit oder behängt ihn mit Symbolen, die das Brautpaar mit Glück verbindet. Nach der Trauung fassen sich beide an der Hand und hüpfen über den am Boden liegenden Besen. Das sorgt für einen schwungvollen Abschluss und tolle Fotos für Danksagungskarten.

Eheversprechen auf mit Ballon steigenlassen

Braut und Bräutigam schreiben ihr Eheversprechen auf und lassen es mit einem Ballon in den Himmel steigen.

Wunschsteine

Wenn ihr eure Hochzeitsgäste gute Wünsche auf Steinen festhalten lasst, habt ihr eine bleibende Erinnerung. Besonders gut eignen sich Dekosteine, die überall im Handel erhältlich sind. Sie eignen sich übrigens super als Dekoration der Festtafeln oder in eurem gemeinsamen Zuhause. Deshalb empfehlen wir wasserfeste Stifte und ggf. das Besprühen mit Klarlack. Idealerweise testet ihr das Material vor dem Hochzeitsfest auf Funktionalität, so dass es bei dem Ritual während der freien Trauung keine bösen Überraschungen gibt.

Weitergeben der Ringe durch Seil/Schnur/Band

Dieser Brauch ist besonders für eine kleine Hochzeitsgesellschaft geeignet. Dabei wird ein langes Band durch alle Gästereihen gelegt. Die Eheringe werden daran aufgefädelt und wandern so vom letzten Platz nach vorne zum Brautpaar.

Auf dem Weg segnen die Hochzeitsgäste sozusagen die Ringe und reichen ihre guten Wünsche an das Brautpaar weiter. Wird dieses Ritual bei der freien Trauung von einer schönen romantischen Musik untermalt, bleibt die tolle Stimmung in der Zeremonie erhalten.

Zeitkapsel

Alle Gäste schreiben einen guten Wunsch auf ein Stückpapier an das Brautpaar. Diese werden in einer Zeitkapsel gesammelt und am 5 Hochzeitstag gemeinsam gelesen.

Schöne Worte für wacklige Zeiten

Das Brautpaar schreibt Briefe aneinander für den Fall, wenn es mal ernsthaft kriselt. Wenn das Brautpaar in einer tiefen Krise, welche vielleicht fast aussichtslos erscheint, holt sie die Briefe und lies warum man geheiratet hat und warum man seinen Schatz so liebt.

Fingerabdrücke

In Gips machen das Brautpaar einen jeweils einen Fingerabdruck. Schön ist dieses Ritual gerade dann, wenn bereits Kinder da sind, die das Gipsbild abrunden.

Wenn ihr gerne Rituale in eure freie Trauzeremonie integrieren wollt, hoffe ich ist bei dieser riesen Auswahl was dabei. Ihr seid nicht fündig geworden oder es ist euch zu 0815? Dann kreieren wir ein individuelles Ritual, das zu euch passt.