Freitag, 06. Dezember 2019

Buffet oder Menü?

Bei dieser Frage scheiden sich eindeutig die Geister. Beide Varianten haben ihre Pros und Kontras. Ich stelle euch gerne beide Varianten vor und was ihr beachten müsst, damit euer Hochzeitsessen ein Gaumenschmaus wird. 
Übrigens nicht nur das klassische Buffet ist beliebt. Auch selbst grillen ist sehr angesagt.

Das Menü

Das Menü wird gemütlich an den Tischen serviert. Diese Variante empfiehlt sich gerade, wenn das Brautpaar einen galaähnlichen Abend wünscht. Das Personal serviert die Gänge und die Gäste können sich in vollen Zügen verwöhnen lassen. Wird das Menü serviert, ist während dem Essen etwas weniger «Gewussel» im Raum.

Wählt ein Brautpaar das Menü, so beinhaltet dies meist 3 – 4 Gänge.

Diese wären:
 
1. Vorspeise
2. Zwischengang
3. Hauptgericht
4. Nachspeise

Hat das Brautpaar definiert wie viele Gänge serviert werden sollen, ist das Timing, wann serviert werden soll, sehr wichtig. Die Wartezeiten zwischen den Gängen dürfen nicht zu lange, aber natürlich auch nicht zu kurz sein.

Bei einer Hochzeit ist in der Regel ein fester Zeitplan für die Menüfolge vorgegeben.

Hier ein kleines Beispiel, wenn das Dinner um 18.30 Uhr startet.

18.30 Uhr Vorspeise
19.00 Uhr Zwischengang
19.45 Uhr Hauptgang
20.30 Uhr Dessert

Natürlich ist die Küche um ein paar Minuten flexibel, jedoch sollte darauf geachtet werden, das Programmpunkte welche zwischen den Gängen eingeplant werden, nicht zeitlich ausufern, damit das Essen schön warm und schmackhaft serviert werden kann.

Wie stellt ihr ein Menü zusammen? Empfehlenswert ist es, wenn man sich auf Saisonales sowie Regionales festlegt. Bei einer Frühsommerhochzeit können leckere Erdbeeren das Dessert versüssen oder eine leckere Kürbiscremesuppe kann bei einer Herbsthochzeit schön wärmen.

Neben der qualitativen Essensauswahl sind auch Allergien oder Unverträglichkeiten der Gäste sowie Ernährungsgewohnheiten zu beachten.

Hier die wichtigsten Punkte die ihr unbedingt beachten solltet:

🖤 Wie viele Gänge sollen serviert werden
🖤 Saisonale Lebensmittel🖤 Lebensmittelallergien oder -unverträglichkeiten (Laktose, Gluten etc.)
🖤 Ernährungsgewohnheiten (vegetarisch, vegan, religiöse Aspekte, etc.)
🖤 Programmpunkte zwischen den Gängen (den Gästen auch mal Zeit für eine Pause lassen)
🖤 Zeitplan wann, wo und wie die Speisen serviert werden

Bei Menüs empfehle ich den Brautpaaren, den Gästen die Möglichkeit zu geben aus ein paar Varianten auswählen zu können z.B. Fisch, Geflügel, Fleisch, vegetarisch oder vegan. Damit ihr wisst, wofür die Gäste sich entscheiden, könnt ihr schon bei der Einladung Kärtchen mit reinlegen, auf welchen sie ihre Menüwahl angeben. Natürlich könnt ihr sie auch auf die Hochzeits-Webseite verweisen, wo sie die Einladung bestätigen und ihre Menüwahl angeben können.

Achtet auf gute Qualität des Essens, setzt Portionen etwas kleiner an, aber mit der Möglichkeit nach einem Nachschlag zu bitten, falls bei dem einen oder anderen Gast der Hunger etwas grösser ist. So könnt ihr auch dem Food-Waste entgegenwirken.

Das Buffet

Ein Buffet gibt den Gästen die Möglichkeit das Essen nach Lust und Laune auszuwählen. Auch bei den Buffets gibt es qualitativ und quantitativ grosse Unterschiede und richtet sich an das Budget eines Paares. So fährt ein internationales Brautpaar vielleicht Köstlichkeiten aus der ganzen Welt auf, wobei sich ein anderes Brautpaar gerne auf die gutbürgerlichen Speisen aus der Region verlässt, welche nicht weniger lecker sind.

Auch beim Buffet können Gänge unterschieden werden. Es empfiehlt sich einen Buffetbereich für die Vorspeisen aufzubauen und einen für die Hauptspeisen.

Wichtig ist, dass die kalten Speisen nicht zu kalt sind, aber doch frisch. Die warmen Speisen für den Hauptgang sollen nicht zu früh aufgebaut werden, damit diese nicht zu lange liegen und kalt werden. Warm mundet es einfach am besten.

Für die Gäste ist es immer schön zu wissen, welche Speisen sie vor sich haben. Also auf keinen Fall die Beschriftung für das Essen vergessen. So können auch Gäste mit Allergien oder Unverträglichkeiten sowie Vegetarier, Veganer etc. sich von dem Essen bedienen, welches für sie zum Verzerr geeignet ist.

Bei einer grossen Gästezahl empfehle ich die Gäste gestaffelt an die Buffets zu locken. Hier gibt es verschiedene Varianten. So kann ein Lied jedem Tisch zugeteilt werden, wenn dieses gespielt wird, dürfen diese Gäste von jenem Tisch zum Buffet.

Vor dem Dessertbuffet, sollen die anderen Speisen abgeräumt werden, bzw. das Late-Night-Buffet gemeinsam mit den Nachspeisen aufgebaut werden.

Wer den Gästen ein Buffet serviert, animierten die Gäste so immer wieder aufzustehen. Ein schöner Nebeneffekt von Buffet ist, dass auch Personen, welche sich noch nicht kennen so schnell mal in Kontakt kommen.

Wer sich nicht entscheiden kann ob Menü oder Buffet das Richtige ist, kann auch kombinieren. So wird die erste Vorspeise serviert, der Hauptgang und später das Dessert dürfen am Buffet selber zusammengestellt werden

In beiden Fällen ist eine gut strukturierte Planung wichtig. Jeder Gast soll ein Gericht in richtiger Temperatur essen können und es soll auch für alle genügend in Menge und Vielfalt zur Verfügung stehen.

Was seid ihr Menü-s oder Buffet-Menschen?