Dienstag, 08. Oktober 2019

Kinder auf der Hochzeit,
ja oder nein?

Kinder rennen herum und brauchen, auch wenn das Brautpaar im Mittelpunkt stehen soll, viel Aufmerksamkeit und gute Unterhaltung.
Das kann für die geladenen Eltern durchaus schwierig werden und kann auch die anderen Gäste, sagen wir mal etwas gemein, stören.

Aber ist es nett vom Brautpaar die Kinder der Freunde auszuschliessen?

Kinder können richtige Wirbelwinde sein und dass ist ja wirklich auch total in Ordnung. Vor allem Kleinkinder bis ca. 10 Jahre sind voller Energie und teilweise kaum zu bändigen. Ein Baby weint während der ganzen Zeremonie oder die vierjährigen Kinder rennen zwischen den Stühlen hin und her, lachen lauthals und rangeln sich. Passiert das während der Zeremonie, kann der emotionale und tiefgründige Effekt durch das Kindergebrüll durchaus sehr gestört werden.

Aus diesem Grund entscheiden sich Brautpaare oft dafür eine kinderfreie Hochzeit zu feiern. Hört sich für den Mama & Papa Gast unsympathisch und taktlos an?

Dem mag ich zu widersprechen. An diesem Tag können die Kinder bei einem lieben Verwandten oder einem tollen Babysitter untergebracht und versorgt werden. Dadurch können auch Eltern die Hochzeit entspannt und in vollen Zügen geniessen. Mama und Papa können sich in Schale schmeissen und einfach als Paar den schönsten Tag des Brautpaares geniessen. Hört sich doch eigentlich auch ganz toll an.

Auch die Zeremonie kann so störungsfrei ablaufen.

Entscheidet sich Braut und Bräutigam dafür, dass auch die Kinder mit dabei sein dürfen, müssen sie sich bewusst machen, dass die Kleinen schon mal für eine «extra Showeinlage» gut sind. Darüber sollte das Brautpaar mit einem Schmunzeln hinwegsehen können.

Nach dem Stillsitzen während der Zeremonie, müssen die Kinder unterhalten werden. Also liebes Brautpaar, bitte unbedingt an die Unterhaltung für die Kinder denken. Denn wer freut sich über knatschige quengelnde Kinder?

Während des Empfangs wird angestossen, Häppchen genossen und das Brautpaar beglückwünscht.

Altersabhängig kann für die Kleinen eine Spielegge oder eine Spielwiese eingerichtet werden. Dort kann es Bauklötze, Puppen oder Malbücher haben. Wer den Kindern aber auch «mehr» bieten möchte, engagiert jemand, der mit den Kleinen etwas Schönes bastelt oder gar einen Zauberer. Ein Klassiker ist die Hüpfburg.

Oft werden die Lokalitäten zwischen Trauungs- und Feierlokalität gewechselt. Auch an der zweiten Lokalität wieder unbedingt darauf achten, dass die Kinder ein eigenes Unterhaltungsprogramm bekommen oder gekonnt in die Unterhaltung mit den Erwachsenen eingebunden werden.

Zur später Stunde werden die kleinen Gäste nach einem langen und erlebnisreichen Tag müde.
Bittet die Eltern darum Pyjamas für ihre Kinder einzupacken und richtet einen Nebenraum ein, wo die Kleinen ihren Schlaf finden können. Wer den Kleinen ein Übernachtungserlebnis bieten möchte, stellt Tipis auf in denen die Indianer schlafen dürfen.

Damit die geladenen Eltern auf der Hochzeit mitfeiern und geniessen können, empfehle ich dem Brautpaar auf jeden Fall jemanden zu engagieren, der die Knirpse unterhaltet und auf sie aufpasst.

Ich verstehe Brautpaare, die Eltern höflich darum bitten, die Kinder in die Obhut einer Vertrauensperson zu geben und eine kinderlose Hochzeit feiern möchten. Und mal ehrlich, es entlastet auch an diesem Tag die geladenen Eltern.

Brautpaare die Kinder herzlich willkommen heissen, sollen aber unbedingt an die Bespassung und Beaufsichtigung der kleinen Gäste denken, dann kann einer schönen Hochzeit mit Kindern eigentlich nichts im Wege stehen.

Und sind wir mal ehrlich, es sind nicht immer nur die Kinder, die eine Hochzeit aus den Bahnen werfen können, dass können auch die lieben Erwachsenen.

Plant ihr eine Hochzeit mit Kindern und seid nicht sicher, wie ihr diese versorgen sollt? Kommt gerne auch mich zu. Ich habe da ein paar Ideen.